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Maria (die Schwester von Marta und Lazarus) nahm ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl und salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihren Haaren. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt (Joh 12,1-3)
Verschwendung – oder ?
Judas ist in diesem Evangelium der Meinung, man hätte es gewinnbringend verkaufen können.
Ein Pfund echten Nardenöl war eine ungewöhnliche Menge, der Preis machte rund 10 Monatsverdienste aus (kleiner Stuttgarter Bibelkommentar). Einige wenige Tropfen hätten genügt, um die Füße zu salben, doch Maria lässt ihrer Liebe „freien Lauf“. Sie schüttet das ganze Öl auf seine Füße.
Verschwendung – oder ?
Maria hatte erkannt, dass Jesus kostbarer ist, als alle irdischen Schätze. Sie zeigt, was grenzenlose Hingabe bedeutet. Liebe gibt alles, gibt sich ganz hin ohne zu rechnen. Liebe macht einen Strich durch die Rechnung. Sich verschwenden können – eine herrliche Kunst.
Gott konnte es.
Das feiern wir in den kommenden Hl. Tagen, am Gründonnerstag in der Feier des Abendmahls, in der Liturgie des Karfreitags, in der Osternacht und in österlichen Tagen. Verschwenderisch auf sich selber sein, die in Taufe und Firmung Gesalbten (= Christen) sind dazu eingeladen und befähigt.
Theodor Tümmler